Erlebnisblog
am 10.10.2026

E5 Alpenüberquerung selfguided - Oberstdorf nach Meran

Memminger Hütte

Manchmal entstehen die besten Ideen ganz nebenbei. Bei uns war es ein gemütlicher Abend, an dem irgendwann die Frage aufkam, ob wir nicht einmal gemeinsam über die Alpen wandern sollten. Nicht irgendeine Wanderung, sondern die E5 Alpenüberquerung von Oberstdorf nach Meran. Eine richtige Hüttentour mit Rucksack, Bergpanorama, langen Anstiegen und hoffentlich vielen schönen Erlebnissen. Wir waren uns ziemlich schnell einig: Das machen wir!

Eine geführte Alpenüberquerung kam für uns zunächst durchaus infrage. Schließlich kannten wir den E5 hauptsächlich aus Erzählungen und Reiseberichten. Andererseits waren wir alle drei schon häufiger in den Bergen unterwegs und wollten gerne unser eigenes Tempo bestimmen. Nicht ständig auf eine größere Gruppe Rücksicht nehmen müssen, unterwegs auch einmal länger sitzen bleiben und selbst entscheiden, wann wir morgens starten. So sind wir schließlich auf die selfguided E5 Alpenüberquerung von Alpintrekker gestoßen.

Das Konzept hat uns sofort angesprochen: eine individuell organisierte Alpenüberquerung ohne Bergführer, aber mit fest gebuchten Unterkünften, einem ausführlichen Roadbook, GPS-Daten und einem Ansprechpartner für Fragen. Genau diese Mischung aus Eigenständigkeit und professioneller Vorbereitung hatten wir gesucht.

### Die Vorbereitung – erstaunlich unkompliziert und richtig gut organisiert

Zugegeben, ganz ohne Fragen ging es am Anfang nicht. Besonders die verschiedenen Transfers zwischen den einzelnen Etappen hatten uns etwas beschäftigt. Wie kommen wir von einem Tal ins nächste? Finden wir die richtigen Busverbindungen? Und wie funktioniert das eigentlich mit den Unterkünften, wenn man ohne Bergführer unterwegs ist?

Unsere Bedenken waren im Nachhinein ziemlich unbegründet. Schon vor der Reise hatten wir von Alpintrekker alle wichtigen Informationen erhalten. Das umfangreiche Roadbook war übersichtlich aufgebaut, die einzelnen Wanderetappen verständlich beschrieben und die GPS-Daten ließen sich problemlos auf unsere Smartphones übertragen.

Besonders gut fanden wir, dass wir nicht erst unterwegs herausfinden mussten, wie die einzelnen Tage funktionieren. Die Unterkünfte waren bereits gebucht, die Informationen zu den Transfers lagen vor und auch zu den Anforderungen der jeweiligen Etappen gab es hilfreiche Hinweise. Das hat uns viel eigene Recherche und Organisation erspart.

Wir haben uns tatsächlich mehrfach über das Begleitmaterial unterhalten. Klaus war eher der Mann fürs Roadbook, Martin hatte die GPS-Navigation im Blick und ich war für die gute Laune zuständig.

Ein weiterer Pluspunkt war die persönliche Erreichbarkeit. Wenn wir vor der Tour noch etwas wissen wollten, bekamen wir eine verständliche Antwort. Auch während unserer Alpenüberquerung wussten wir, dass wir uns bei wichtigen Fragen an Alpintrekker wenden konnten. Dieses Gefühl war angenehm, obwohl wir bewusst ohne Führung unterwegs waren.

Von Oberstdorf über die Kemptner Hütte ins Lechtal – jetzt geht es wirklich los

Als wir schließlich in Oberstdorf standen, war die Vorfreude entsprechend groß. Die Rucksäcke waren gepackt, das Wetter spielte mit und wir waren gespannt, ob die kommenden Tage tatsächlich so schön werden würden, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Mit dem Bus ging es zunächst zur Spielmannsau. Von dort führte unsere erste Wanderetappe durch den beeindruckenden Sperrbachtobel hinauf zur Kemptner Hütte. Schon nach den ersten Stunden hatten wir das Gefühl, den Alltag endgültig hinter uns gelassen zu haben.

Der Aufstieg war ein schöner Einstieg in unsere E5 Alpenüberquerung. Natürlich merkten wir auch gleich, dass eine mehrtägige Hüttenwanderung etwas anderes ist als eine gemütliche Sonntagstour. Aber genau darauf hatten wir uns gefreut.

Nach einer Pause an der Kemptner Hütte wanderten wir weiter über das Mädelejoch und schließlich hinunter nach Holzgau ins Lechtal. Ein wunderbarer erster Tag mit abwechslungsreichen Landschaften und dem guten Gefühl, endlich unterwegs zu sein.

Am Abend waren wir angenehm müde. Die erste Etappe war geschafft, das Essen schmeckte und wir hatten bereits genügend Gesprächsstoff für den restlichen Abend.

Memminger Hütte und Seescharte – zwei Tage, die uns besonders in Erinnerung bleiben

Am nächsten Morgen stand der Transfer durch das Madautal auf dem Programm. Vor dieser Fahrt hatten wir uns im Vorfeld tatsächlich mehr Gedanken gemacht als nötig. Aber die Informationen waren so gut vorbereitet, dass wir ohne größere Schwierigkeiten zurechtkamen.

Überhaupt stellten wir im Verlauf der Tour fest, dass die Organisation der Bus- und Taxitransfers wesentlich unkomplizierter war, als wir ursprünglich angenommen hatten. Man muss sich natürlich mit den Informationen beschäftigen und selbstständig handeln, aber genau das gehört zu einer selfguided Wanderreise dazu.

Der Aufstieg zur Memminger Hütte war landschaftlich großartig. Oben angekommen, genossen wir die besondere Atmosphäre der Lechtaler Alpen. Die umliegenden Berge, der Bergsee und das Gefühl, mitten in dieser beeindruckenden Landschaft zu sein, machten diesen Tag zu einem unserer schönsten Erlebnisse.

Am folgenden Morgen ging es über die Seescharte auf 2.600 Meter. Für uns war das einer der eindrucksvollsten Abschnitte der gesamten E5 Alpenüberquerung. Die Aussicht auf die Bergwelt, die kleinen Seen und der lange Abstieg nach Zams waren einfach fantastisch.

Allerdings hatten unsere Knie am Abend durchaus eine eigene Meinung zu diesem Wandertag. Besonders Martin meinte, dass der Abstieg gefühlt ein paar Kilometer länger gewesen sei als im Roadbook angegeben. Ein Blick auf die GPS-Aufzeichnung bestätigte allerdings, dass die Unterlagen stimmten. Es lag wohl eher an unseren Beinen.

Über den Venet zur Braunschweiger Hütte – jeden Tag eine neue Bergwelt

Was uns an der klassischen E5 Hüttenroute besonders gefallen hat, war die landschaftliche Abwechslung. Kaum hatten wir uns an eine Bergregion gewöhnt, eröffnete sich schon wieder eine völlig neue Kulisse.

Vom Venet führte uns die nächste Etappe über aussichtsreiche Wege in Richtung Pitztal. Anschließend ging es mit dem Linienbus weiter nach Mittelberg und von dort hinauf zur Braunschweiger Hütte.

Gerade auf diesem Abschnitt wurde uns bewusst, wie wertvoll eine gute Tourenorganisation ist. Man hat während einer solchen Alpenüberquerung schließlich genug damit zu tun, die Landschaft zu genießen, die Kräfte einzuteilen und die täglichen Herausforderungen zu meistern. Da ist es sehr angenehm, wenn die wichtigsten Informationen zu Unterkünften, Routen und Transportmöglichkeiten bereits zusammengestellt sind.

Der Aufstieg zur Braunschweiger Hütte führte uns schließlich in eine beeindruckende Hochgebirgslandschaft. Die Gletscher, die mächtigen Gipfel und die Ausblicke auf die Wildspitze waren für uns etwas ganz Besonderes.

Abends auf der Hütte saßen wir noch lange zusammen und ließen den Tag Revue passieren. Solche Momente gehören für uns genauso zu einer Alpenüberquerung wie die eigentlichen Wanderetappen. Man kommt mit anderen Bergwanderern ins Gespräch, erzählt von seinen Erlebnissen und merkt irgendwann, dass man seit Stunden nicht mehr an die Arbeit oder den Alltag gedacht hat.

Unser großer Vorteil: selbstständig und bewusst unter der Woche unterwegs

Ein Punkt, den wir im Nachhinein besonders hervorheben möchten, ist die Möglichkeit, den Starttermin unserer E5 Alpenüberquerung unter der Woche zu wählen.

Wir hatten uns bewusst für einen Start unter der Woche entschieden. Dadurch waren wir etwas antizyklischer zu den klassischen Wochenendstarts und größeren Wandergruppen unterwegs. Natürlich ist der E5 ein bekannter Fernwanderweg, auf dem man während der Hauptsaison immer wieder anderen Wanderern begegnet. Trotzdem empfanden wir unsere Terminwahl als sehr angenehm.

Wir konnten unser eigenes Tempo gehen, Pausen einlegen, wann wir wollten, und mussten uns nicht nach einer festen Gruppendynamik richten. Wenn wir morgens etwas früher aufbrechen wollten, machten wir das. Wenn wir unterwegs eine besonders schöne Aussicht entdeckten, blieben wir eben ein paar Minuten länger stehen.

Für uns war genau das einer der größten Vorteile dieser individuellen Alpenüberquerung ohne Führung.

Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass eine selfguided E5 Wanderung eine gute Kondition, alpine Erfahrung, Trittsicherheit und eine vernünftige Selbsteinschätzung voraussetzt. Die Berge werden schließlich nicht einfacher, nur weil man ohne Bergführer unterwegs ist. Auch Wetter, Wegverhältnisse und die eigene Tagesform müssen immer berücksichtigt werden.

Wer sich aber in den Bergen wohlfühlt und gerne eigenständig unterwegs ist, findet in diesem Reisekonzept unserer Meinung nach eine hervorragende Möglichkeit, die Alpen zu überqueren.

Über das Ötztal und die Similaunhütte – Südtirol kommt immer näher

Von der Braunschweiger Hütte ging es für uns weiter über das Rettenbachjoch in Richtung Vent. Die hochalpine Landschaft war erneut beeindruckend und wir merkten, dass wir inzwischen richtig in unserem Wanderalltag angekommen waren.

Morgens aufstehen, frühstücken, Rucksack packen und loswandern. Mehr brauchte es eigentlich nicht.

Nach dem Abstieg nach Vent wartete noch der Aufstieg zur Martin-Busch-Hütte auf uns. Ein langer Tag, der uns körperlich durchaus forderte, aber gleichzeitig wieder viele schöne Eindrücke bescherte.

Am nächsten Morgen stand schließlich die letzte große Wanderetappe unserer E5 Alpenüberquerung an. Über die Similaunhütte auf 3.019 Metern ging es hinüber nach Südtirol und anschließend hinunter ins Schnalstal zum Vernagt-Stausee.

Dieser Moment war für uns etwas Besonderes. Hinter uns lagen mehrere Tage mit vielen Höhenmetern, langen Abstiegen, schönen Hüttenabenden und unzähligen Eindrücken. Vor uns lag Meran, unser Ziel.

Als wir schließlich in Südtirol ankamen, waren wir tatsächlich ein bisschen stolz. Nicht, weil wir irgendeine sportliche Bestleistung aufgestellt hatten, sondern weil wir diese Alpenüberquerung gemeinsam geplant, erlebt und aus eigener Kraft geschafft hatten.

In Meran ließen wir die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren. Und natürlich durfte auch ein ordentliches Abschlussessen nicht fehlen.

Unser Fazit – die E5 Alpenüberquerung selfguided würden wir jederzeit wieder machen

Wenn wir heute auf unsere E5 Alpenüberquerung von Oberstdorf nach Meran zurückblicken, sind wir uns in einem Punkt absolut einig: Die Entscheidung für eine selfguided Alpenüberquerung mit Alpintrekker war für uns genau richtig.

Wir wollten selbstständig wandern, unsere Tage eigenverantwortlich gestalten und trotzdem nicht die komplette Organisation übernehmen müssen. Genau das hat funktioniert.

Besonders überzeugt haben uns das ausführliche Begleitmaterial, das sehr gut ausgearbeitete Roadbook und die GPS-Daten. Die Routeninformationen waren für uns eine wertvolle Unterstützung und haben dazu beigetragen, dass wir uns unterwegs gut orientieren konnten.

Auch die Organisation der Unterkünfte war eine große Erleichterung. Wir mussten uns nach einer langen Wanderetappe nicht erst um einen Schlafplatz kümmern, sondern konnten uns auf die nächste Etappe und das gemeinsame Bergerlebnis konzentrieren.

Die verschiedenen Transfers mit Bussen und Fahrunternehmen waren ebenfalls wesentlich einfacher zu bewältigen, als wir ursprünglich gedacht hatten. Natürlich muss man bei einer individuellen Wanderreise selbst mitdenken und sich rechtzeitig um die jeweiligen Verbindungen kümmern. Mit den bereitgestellten Informationen war das für uns aber gut machbar.

Ein großes Lob möchten wir auch für die persönliche Betreuung aussprechen. Es war schön zu wissen, dass wir bei Fragen vor und während der Reise einen Ansprechpartner hatten. Wir hatten zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, mit der gesamten Organisation allein gelassen zu werden.

Besonders angenehm fanden wir außerdem die Möglichkeit, unsere Alpenüberquerung unter der Woche zu starten und dadurch etwas unabhängiger von den üblichen Wochenendterminen unterwegs zu sein.

Für uns drei war diese Reise viel mehr als nur eine Wanderung von Oberstdorf nach Meran. Es waren gemeinsame Tage in einer faszinierenden Bergwelt, viele gute Gespräche, ein paar müde Beine, jede Menge Gelächter und Erlebnisse, über die wir sicherlich noch lange sprechen werden.

Und eines steht bereits fest: Es wird bestimmt nicht unsere letzte gemeinsame Hüttentour gewesen sein.

Wer die E5 Alpenüberquerung ohne Bergführer machen möchte, über ausreichend Bergerfahrung verfügt und gleichzeitig Wert auf eine professionelle Reiseorganisation legt, dem können wir diese selfguided Variante wirklich empfehlen.

Vielen Dank an das gesamte Alpintrekker-Team für die tolle Unterstützung vor und während unserer Tour. Die Vorbereitung war hervorragend und das gesamte Konzept hat uns überzeugt.

Beste Grüße
Martin, Hans und Klaus

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